Sierra Norte im Andalusien-Lexikon
Östlich der Sierra de Aracena befindet sich die Sierra Norte, die ein Teil der Sierra Morena ist. Hier ist es sehr trocken, weshalb in diesem Gebiet die Korkeichen und Steineichen sehr gut gedeihen. Sie prägen das Bild der Region sehr und so findet man immer wieder parkartige Eichenwälder, in denen Schweine und Rinder zu Hause sind. Die Sierra Norte ist das beste Beispiel dafür, dass man die Natur auch auf eine schonende Art und Weise bewirtschaften kann. Die Bäume schützten die Erde vor Erosionen und bieten Schatten und Nahrung für die Weidetiere. Durchzogen wird die Sierra Norte von vielen Flüssen, die auch seltenen Vögeln wie beispielsweise dem Kaiseradler, dem Mönchsgeier und dem Schwarzstorchen einen wunderbaren Lebensraum bieten. Durch die Sierra Norte kann man wunderbare Wanderungen unternehmen, z.B. entland dem Rio Hueznar in das Bergdorf San Nicolas de Puerto. Des Weiteren wird die Sierra Norte durch den Fernwanderweg Real de la Jarra - Puebla de los Infantes durchzogen. Viele weitere Wanderwege beginnen am Naturpark Sierra Norte de Sevilla. Von dort aus führen viele markierte Wege durch die mehr als atemberaubende und unberührte Landschaft. Besonders schön ist der Senderao Cerro del Hierro, der durch eine Karstlandschaft, rund um eine alte Mine verläuft. Erreichen kann man hin von San Nicolas del Puerto aus, über die Via Verde de la Sierra Norte. Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die zu einem Rad- und Wanderweg umgebaut wurde. Viele Informationen über weitere schöne Wanderstrecken und Rundgänge durch die faszinierende Natur erhält man in den Orten rund um die Sierra Norte. Hier findet man in jedem Souvenirgeschäft Wanderkarten, auf die man nicht verzichten sollte. Zwar sind die Strecken alle markiert, allerdings weisen die Karten auf besondere Sehenswürdigkeiten hin.
Praktische Reisetipps rund um die Sierra Norte
Wer die Sierra Norte näher kennen lernen möchte, sollte sich in den Orten Constantina und
Cazalla de la Sierra aufhalten und nach einem der vielen schönen Ferienwohnungen oder
Hotels Ausschau halten. Die Stadt Constantina ist sehr sehenswert und ist das zu Hause von
rund 15.000 Menschen. Der Namensgeber ist der römische Kaiser Konstantin, der die Stadt
im 4. Jahrhundert n. Chr. gründete. Touristisches Highlight der Stadt ist die mittelalterliche
Burg, de Castillo de la Armada. Rund um die Casa del Mesones findet man viele kleine
Tapas-Bars, die die köstlichen Snacks in allen nur erdenklichen Variationen anbieten. Ein
sehr witziges Restaurant, mit einer vorzüglichen Küche, ist ganz im Design einer
Stierkamparena gehalten. Hier bekommt man ein sehr gutes Essen zu sehr guten Preisen.
Cazalla de la Sierra ist ein sehr kleines Städtchen mit rund 5000 Einwohnern. Für
Wanderungen ist dieser Ort der perfekte Ausgangspunkt. Bekannt ist die Stadt vor allem
wegen ihres Aguardiente, einem Branntwein, der hier hergestellt wird. Auch in Cazalla de la
Sierra gibt es viele sehr gute Tapas-Nars, in denen man auch einfache kleinere Gerichte
bestellen kann. Unterkünfte findet man auch auf dem Campingplatz Batan de las Monjas
sowie auf dem Campingplatz E Martinete. Von hier ausgelangt man schnell zu den
interessanten Wasserfällen des Rio Hueznar. Von Cnstanitina, Cazalla de la Sierra sowie den
Campingplätzen aus kann man wunderbar auf Tagestouren die Gegend erkunden. Im Winter
wie im Sommer ist hier nicht allzu viel los, sodass ein ruhiger, entspannter und naturnaher
Urlaub garantiert ist. Neben Wandern kann man auch wunderbar mit dem Rad die Gegend
erkunden oder es sich in den Städten, in den Einkaufsstraßen in einem der vielen Cafes richtig
gut gehen lassen.
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