Tourismus im Andalusien-Lexikon
Andalusien war nach dem Bürgerkrieg und nach dem Zweiten Weltkrieg eine
Entwicklungsregion die sehr arm und eher etwas rückständig war. Mehr als die Hälfte der
Einheimischen arbeiteten in der Landwirtschaft und waren meist beschäftige Landarbeiter.
Die Industrie brachte lediglich dem Norden ein gewisses Maß an Wohlstand. Die
Bevölkerung in ganz Andalusien war eher verarmt, denn die kleine Industrie war an die
Landwirtschaft geknüpft. Die Einheimischen arbeiten überwiegend im Landmaschinenbau
und in der Landmaschinenreparatur, es wurde Getreide angebaut und in den Füttermühen
gearbeitet. Des Weiteren gab es Olivenölmühlen, Mühlen für die Herstellung von Backwaren
sowie Weinkeltereien und Fabriken für Wurst und Fleisch. Die Wende kam durch den
Tourismus, sodass heute die Wirtschaft von Andalusien voll und ganz auf den Tourismus
angewiesen ist. Innerhalb von zehn Jahren, von 1987 bis 1997, haben sich die Buchungen fast
verdoppelt und lagen bei 320.000 gebuchten Betten. Jedoch erlebte nicht nur die Hotellerie
durch den aufkommenden Tourismus eine besondere Wende, sondern auch die
Kleinlandwirtschaft erlebt durch die Touristen einen nie gekannten Aufschwung. Auch die
Bauindustrie profitierte sehr vom Tourismus, denn es gab viele Bauvorhaben, die nur für den
Tourismus realisiert wurden. Bereits im 19. Jahrhundert setzte so ganz langsam der
Tourismus in Andalusien ein, denn man hatte ein abenteuerliches Bild von Andalusien und so
erlangte die Region sehr schnell eine gewisse Berühmtheit, vor allem in Mitteleuropa und
England. Das günstige Klima, die beeindruckende Sicht auf die See, das abwechslungsreiche
Küstengelände und die großen freien Grundstücke verzauberten viele Investoren, die sich hier
nieder ließen. Anfänglich war das Angebot wesentlich geringer als die Nachfrage, sodass sich
die ersten Hauseigentümer in Andalusien wahrlich eine goldene Nase verdienen konnten.
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