Rundreise Betica - Romana im Andalusien-Lexikon

Römische Siedlungen findet man in Andalusien in der Region rund um Sevilla und auch die Städte Carmona, Marchena, Echija und Osuna waren einst römische Siedlungen, was bereits der Geograf Teophourus zum Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. beschrieben hat. Hier kann man eine wunderbare Rundreise machen, die Sevilla, Cordova und Cadiz miteinander verbindet. Der Höhepunkt der Reise bildet die Tiefebene des Guadalquivir und der sevillanische Campina. Aufgrund des Reichtums an Wein, Öl sowie Getreide und Erz war die Ebene des Guadalquivir im römischen Imperium, zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. Jahrhundert n. Chr., sehr beliebt. Das damalige Baetis war über die Via Augustea mit Frankreich verbunden. Bis heute kann man hier die römischen Einflüsse sehr stark spüren und auch entlang der Costa de la Crux in Richtung Gibraltar findet man sehr viele römische Spuren. Die Rundreise ist am schönsten von Italica über Carmona nach Cordoba und in die Städte der Campina und wieder zurück nach Carmona. Dann geht es über Herez de la Fronera weiter nach Cadiz. Wer möchte kann auch noch einen Ausflug in Richtung Gibraltar nach Volonia machen, denn auch hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu erleben. Die Strecke ist allerdings nichts für einen „Schnelldurchlauf", denn so reich an Sehenswürdigkeiten und an unberührter Natur, wie diese Rundreise ist, muss man sich schon ausreichend Zeit einplanen. Zwischen drei und fünf Tage sollte man sich in jedem Fall dafür einplanen. Die Strecke ist rund 690 Kilometer lang, was besonders an den weiten Wegen zwischen Cordoba und dem Städtchen Almedinilla liegt. Belohnt wird man dafür von der beeindruckenden Landschaft und den vielen Schutzgebieten, wie den Parque Natural Sierra Subbeticas und dem Parque Natural Bahia de Cadiz.

Sehenswerte Stationen auf der Rundreise Betica - Romana

Die beliebte Rundreise Betica - Romana beginnt in Italica, in der sich die Ruinen von einer damaligen römische Militär- und Agrarstadt befindet. Sie Stadt befindet sich rund elf Kilometer von Sevilla entfernt, sodass man hier auch bequem mit dem Flugzeug landen und sich auf die Rundreise begeben kann. Die erste größere Stadt ist Carmona, in der rund 26.300 Einwohner zu Hause sind. Neben der großen Gräberstätte Carmoe ist hier das Amphitheater eines der touristischen Highlights, dass etwas außerhalb des Stadtzentrums zu finden ist. Weiter geht es dann in das kleine Nest La Luisenanne, in dem man vielen Brunnen und Bäder aus der römischen Zeit besichtigen kann. Eine weitere Station auf der Rundreise die Ecija, in dem aus dem alten Astigit der römischen Bewohner noch einig wenige Mosaiken erhalten sind. Bekannt ist Ecijs auch als „Bratpfanne Andalusiens", aufgrund ihrer elf Türme sowie der zahlreichen Kirchen, Konvente und beeindruckenden Herrenhäusern. Nach rund 150 Kilometern gelangt man nach Almodova del Rio, dass für sein Olivenöl weltweit bekannt ist. Hier befindet sich auch auf einem Hügel in der Nähe der Sieldung das bedeutendste Schloss von ganz Andalusien. Weiter geht es in die Provinzhauptstadt Cordoba, mit der Mezquita, die einst der Sitz des Kalifats war und viele Jahre zuvor die Hauptstadt der römischen Provinz Betzica. Nach langen 305 Kilometern gelangt man nah Almedinilla, ein Dorf, dass sich ganz in d r Nähe von Priego de Cordoba in den Sierras Subbeticas befindet. Hier kann man sich von der Villa El Ruedo bezaubern lassen, die zur Römerzeit ein landwirtschaftliches Anbaugebiet war. Über Isuna, in der sich viele monumentale Gebäude und Herrenhäuser befinden, geht es weiter nach Marchena, in dem viele archäologische Funde von der Prunkzeit der Römer zeugen. Sehenswert ist in der zwischen Olivenhainen gelegenen Stadt die alte Stadtmauer, die Kirche San Juan Batista und das Zurbaran Museum. Weiter geht es nach Jerez de la Frontere, was die größte Stadt der Provinz Cadiz ist, bis die Rundreise schließlich in Cadiz endet. Dies ist die älteste Stadt in Europa und wurde nach der Mythologie von Herkules gegründet.


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